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Zehn Jahre lang, von 1990 bis 2000, war ich Fachbereichsleiter an der VHS Nördlicher Breisgau in Emmendingen. Die ersten 5 Jahre habe ich auch die Außenstelle Kenzingen mit einem Dritteldeputat geleitet, danach war ich nur noch in Emmendingen tätig. Die erste zwei Jahre habe ich noch Pascal-Kurse gegeben, aber nachdem ich zwei von sechs Terminen verschieben musste, habe ich das aufgegeben. Dazwischen waren wir vom Marktplatz in die Kirchstraße, ins alte evangelische Pfarrhaus umgezogen. Zu Beginn gab es auch schon mal wilde Feten, wie meine Bilderserie beweist, die jahrelang in meinem Büro so ähnlich an der Wand hing.
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Hier etwas aus einer Mail, die ich an einen Verwandten geschickt hatte:
Ein ganz großer Seufzer! 10 Jahre Volkshochschule Emmendingen liegen hinter mir!
Ein lachendes Auge und viele weinende:
Ich hätte gerne noch weitergemacht, das ging aber leider nicht. Nun hat mich in Kürze der Schulalltag wieder. Wie ich das aushalten werde, weiß ich noch nicht: soviel ich höre, sind die Kinder nicht einfacher geworden. Aber auch meine Belastbarkeit ist bestimmt nicht größer geworden
Lachendes Auge, weil eine Art von Dauerstress hinter mir liegt, der Verantwortung für ein ganzes Programm und die damit verbundenen Unwägbarkeiten einschließlich des finanziellen Risikos beinhaltet. Da wird es jetzt deutlich leichter.
Weinend, weil ich Kollegen und Kolleginnen verlassen muss, die mir sehr ans Herz gewachsen waren, zu denen ich ein ausgesprochen persönliches und freundschaftliches Verhältnis hatte. Die sind zwar nicht aus der Welt und ich werde versuchen, die Verbindung aufrecht zu erhalten. Immerhin, ich bin weiterhin in Emmendingen und kann jederzeit bei der VHS vorbeischauen.
Dazu kommt noch die ganze Reihe von Dozenten, die mir gerade in den letzten Tagen mit zwei wunderschönen Veranstaltungen ihre Sympathie bewiesen haben: von ca. 52 geladenen Dozenten waren ca. 25 gekommen - was bei Dozenten, die viel um die Ohren haben, zumal abends, nicht selbstverständlich ist. Einige hatten mich dann zusätzlich noch zu einem wunderschönen Abendessen eingeladen. Auch das ist außergewöhnlich! Und zu meinen Dozenten wird es nur selten noch Kontakt geben.
Die neue Schule ist eine Grund- und Hauptschule, in der ich den EDV-Unterricht und Musikunterricht übernehmen soll. Dazu kommen noch meine Fächer Mathematik und Physik, und ich hoffe, damit ausgelastet zu sein: Ich hoffe sehr, dass ich mich nicht in die Niederungen der neuen deutschen Rechtschreibung begeben muss. Ich weiß auch schon, dass ich eine der beiden 7. Klassen betreuen soll. Wie das so bei Newcomern ist, wird es bestimmt die Schwierigere.
Die dortige EDV-Anlage ist zwar erst letztes Jahr eingerichtet worden, soll jetzt in den Ferien noch Internetanschluss erhalten, läuft aber unter Windows NT und wird von einem mir leider bestens bekannten Händler betreut, von dessen Fähigkeiten ich nach leidvoller Erfahrung nicht überzeugt bin: bei mir hat er zuletzt nichts mehr gemacht. Selbst seine zuletzt gelieferten Kisten haben wir ausgesondert, weil sie nicht mehr auf den neuesten Stand zu bringen waren. Man muss sehen, wie das läuft.
Zwar stehen in jedem Klassenzimmer Computer, aber die sind nicht vernetzt, womit sie auch relativ wertlos sind. Ansonsten wird die Schule offenbar von der Stadt einigermaßen stiefmütterlich behandelt: Die Vorzeigeschule ist natürlich das Gymnasium!
Aber jetzt ist erst einmal Urlaub angesagt: wir sind vom 8. bis 20. in Tarrascon in Südfrankreich. Danach muss ich mich langsam vorbreiten auf meine neue Lehrtätigkeit. Das wird nach 8 Jahren ganz ohne Unterricht recht lustig werden! Ich habe nicht einmal einen Lehrplan
Die letzten Erfahrungen mit der VHS waren alles andere als erfreulich: Ich musste am eignen Leib erleben, was Mobben heißt. Durch gemeine Tricks ist es schließlich meinem Chef gelungen, mich zurück in den Schuldienst zu expedieren, obwohl ich noch gut und auch gerne zwei weitere Jahre dort hätte machen können. Mein (un-)heimlicher Triumph: Ich bin jetzt doch vor ihm in den Ruhestand gegangen und fühle mich dabei pudelwohl! Fortsetzung heute |
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